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2 Beiträge im März 2012

08. März 12

Mobile Dashboard für Google Analytics - Reloaded.

Die individuellen Google Analytics KPIs immer im Blickfeld zu haben - das ist die Idee vom Google Analytics Dashboard für iDevices und Android-Geräte.

Erst vor knapp 10 Monaten ging die erste Version des Dashboards als iPhone-App live - als ein Versuch zur Reduktion auf die wesentlichen Kennzahlen - und mit zugegebenermassen noch der einen oder anderen Unausgereiftheit. Heute, nach Zig-Tausend weltweiten Downloads erscheint die zweite Version in den Stores und ist mittlerweile auch für Android und Tablets wie das iPad verfügbar.

Das ist alles neu: Handlicher und schneller
Dem Konzept der Reduktion und dem Fokus auf das Wesentliche haben wir weiter Rechnung getragen. In der Gewchwindigkeit und Handlichkeit der mobilen Abfrage haben wir nachgelegt. Dazu zählen auch Feinheiten wie ein "Pulldown-to-Refresh" (Touch-Bewegung nach unten, um das Dashboard zu aktualisieren) oder ein Autostart auf dem gewünschten Dashboard (statt mehrmaligen Klicks durch die Accounts und Profile). Auch viele weitere Feedback von Nutzern haben wir aufgenommen und integriert - vielen Dank für eure Beteiligung!

Charts!
Die grösste Erweiterung - und auch der meistgenannte Wunsch - ist jedoch die Darstellung der KPIs als Grafik. Hier kann nun pro KPI ein grafischer Monatsverlauf dargestellt werden - inklusive dem definierten Zielwert je Metrik. Damit ist sofort ersichtlich, an welchen Tagen man sich unter- oder oberhalb des angestrebten Zielwerts bewegt hat. Obendrauf gibts zudem noch eine kummulierte Ansicht, welche Conversion-Zahlen pro Woche oder Monat addiert. Dadurch wird noch besser ersichtlich, ob die angestrebte wöchentliche Anzahl an Newsletter-Anmeldungen oder der monatlich angepeilte Verkaufsumsatz in greifbarer Nähe liegt.

Ausschläge des Website Performance Index sichtbar machen
Auch der Website Performance Index - eine Erfolgsbarometer für die Website in Anlehnung an einen Börsenindex wie dem DAX - erlangt durch die grafische Auswertung eine neue Dimension: Vergleichbar zu einem Börsen-Chart wird der Performance Index nun auch chart-technisch auswertbar und weist so die Erfolgssteigerung über die Wochen visuell aus. Einige verbesserte Feinheiten in der Berechnung - zum Beispiel ein Korrekturfaktor für eine geänderte Indexbasis - machen ihn robuster wenn zusätzliche KPIs in den Index aufgenommen werden. Alles in Allem ein rundes Paket mit vielen kleinen und grossen Verbesserungen.

Download
Die Lite-Version der App mit den fünf wichtigsten Kennzahlen kann kostenlos im iTunes-App-Store oder Android Marketplace heruntergeladen werden. Die kostenpflichtige Pro-Version mit sämtlichen individuel definierten Google Analytics-Zielen ist in ebendiesen Stores verfügbar:

Zum Detailbeschrieb und Download!

Feedback erwünscht
Ich freu mich weiterhin auf vielseitiges Feedback, Kommentare und Verbesserungsvorschläge aus der ganzen Welt. Speziell interessant finde ich übrigens, dass die App neben den USA vor allem in Holland und Japan am meisten Verbreitung findet. Es scheint so, also ob die Holländer in Europa Web Analytics-mässig die Nase weit vorne hätten. Da gibt es doch wohl was aufzuholen, oder...? :-)

01. März 12

Soziale Aktionen und den Social Engagement Score mit Google Analytics messen (Teil III)

Die Wichtigkeit sozialer Aktionen zur Beurteilung von Website-Inhalten sowie die übersichtliche Zusammenfassung in einem Social Engagement Score wurden kürzlich auf diesem Blog diskutiert. Während herkömmliche Messgrössen wie Page Views in jedem Web Analytics System standardmässig gemessen werden, ist das Messen von sozialen Aktionen oder gar einem Social Engagement Score aber noch mit Konfigurationsarbeit verbunden. Wie man dies aber relativ einfach mit Google Analytics realisieren kann, soll nun betrachtet werden.

Soziale Aktionen in Google Analytics

Die gute Nachricht vorneweg: In Google Analytics werden die Klicks auf die Google +1-Buttons der eigenen Website ohne weiteres Zutun in den Berichten ausgegeben. Für Facebook-Likes, Tweets oder andere soziale Aktionen muss hingegen bei Klick auf die jeweilige Schaltfläche ein zusätzliches Tracking-Ereignis ausgelöst werden. Damit dies passiert, wird technisch der HTML-Quellcode um eine Codezeile ergänzt, die dann zum Beispiel für ein Facebook-Like-Button wie folgt aussieht:

_gaq.push(['_trackSocial', 'facebook', 'like', targetUrl]);

Eine solche JavaScript-Code-Zeile macht nichts anderes, als an Google Analytics zu übermitteln, dass der zu einer bestimmten Zielseite (targetUrl) zugehörige Facebook-Like-Button geklickt wurde. Für Twitter, Bookmarks oder andere Dienste funktioniert dies analog. Zum guten Glück muss man sich für all diese Plattformen den Code nicht komplett selbständig aus den Fingern saugen, sondern Google stellt eine Referenzimplementierung bereit. Diese kann  mit etwas Programmierkenntnissen oder von der IT-Abteilung nun relativ einfach für die eigene Website adaptiert werden. Noch einfacher kann man sich es machen, wenn man sämtliche soziale Aktionen unter dem Dienst von AddThis konsolidiert. Dann reicht nämlich eine einzige zusätzliche Zeile Code für die fast beliebig vielen Social Buttons, die der AddThis-Service anbietet. Folgende Anleitung für den Einbau eines Trackings der AddThis-Buttons zeigt, dass dies keine Hexerei ist.

Den Social Engagement Score messen

Etwas aufwändiger wird es für die automatische Berechnung eines Social Engagement Scores. Denn dafür ist Google Analytics - wie auch andere Web Analytics Systeme - noch nicht ausgelegt. Das sogenannte Ereignis-Tracking liefert hierfür jedoch den notwendigen Bausatz. Ereignis-Tracking wird eingesetzt um das Messen von Geschehnissen innerhalb einer Seite zu ermöglichen - also zum Beispiel das Abspielen oder Stoppen von Videos, das Zoomen in einer Kartenanwendung oder das Klicken auf Links. Genauso lässt es sich das Ereignis-Tracking natürlich auch für die Messung von Social Buttons einsetzen.

Anders als das oben vorgestellte Tracking-Verfahren für soziale Aktionen lassen sich mit dem Ereignis-Tracking jedoch zusätzliche Informationen an Google Analytics übergeben, nämlich zum Beispiel einen Wert für eine Gewichtung wie wir sie für die den Social Engagement Score benötigen. Beim Absenden eines Kommentars, der mit Faktor 10 gewichtet ist, würde man so einen Code wie folgt hinter den Sende-Button einbauen:

<input type="submit" onClick="_gaq.push(['_trackEvent', 'Engagement', 'Kommentar', document.title, 10]);" value="Kommentar" />

Für andere soziale Aktionen wie Likes, Tweets oder Bookmarks verfährt man analog und übergibt die entsprechende Gewichtung in einem vergleichbaren Aufruf. Die vollständigen Beispiele und eine ausführliche Einbau-Anleitung für Facebook, Twitter und Google+ sind in der dritten und erweiterten Auflage meines Buchs „Web Analytics“ beschrieben, zumal diese doch etwas zu umfangreich für einen Post sind. Diese Beispiele erlauben es aber, auch ohne vertiefte Programmierkenntnisse die wichtigen sozialen Aktionen einfach mittels Ereignis-Tracking in die eigene Website zu integrieren. Dadurch errechnet Google Analytics schlussendlich aus den verschiedenen übermittelten und  gewichteten Aktionen einen Ereigniswert je Seite, der nun genau den Social Engagement Score darstellt und eine Auswertung gemäss Abbildung bietet.

GA_SocialEngagementIndex

Mit der Messung von sozialen Aktionen und dem Social Engagement Score in einem Web Analytics System sind nun die zentralen Instrumente gegeben um sein Website-Publikum zu hören und den Begeisterungsgrad zu interpretieren. In Zukunft wird dieses Verständnis der Schlüssel sein, um geeignete Inhalte, Produkte und Dienstleistungen online anbieten zu können und auf der Klaviatur des Social Webs mitspielen zu können. Bereits heute damit zu beginnen, lohnt sich also ganz sicher!


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Über den Autor

  • Marco Hassler ist Business Unit Manager und Partner beim IT- und Web-Dienstleister Namics.

    marco.hassler (at) gmail.com

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