16 Beiträge kategorisiert in "Google Analytics"

06. November 11

Android Dashboard für Google Analytics

 

NexusDashboard

Mit an die 20'000 Installationen ist das Mitte Jahr gelaunchte Google Analytics Dashboard fürs iPhone schon recht verbreitet - täglich über 1000 Nutzer prüfen damit ihre Google Analytics Key Performance Indicators. Dank diesem Erfolg (und den spöttischen Bemerkungen, dass Google Analytics und Google Android doch zwingend zusammengehören) habe ich nun die App auf Android 2.2+ portiert. Mit dem heutigem Tag ist die App - wiederum in einer kostenlosen Lite-Version und einer erweiterten Pro-Version im Android Market verfügbar.

Wie bereits in der iPhone-App bietet das Dashboard die Möglichkeit, ausgewählte Metriken (Lite-Version) bzw.Google Analytics Ziel-Conversions (Pro-Version) auf einem Dashboard anzuzeigen und zu einem Website Performance Index zusammenzufassen. Was alles mit der App möglich ist, wird hier ausführlich beschrieben. Dieser Fokus auf Ziele und KPIs ist bewusst gewählt und soll damit ein Instrument für die businesskritische Nutzung von Web Analytics sein. Für die Untersuchung der 100 anderen Metriken gibt es das Google Analytics Web-Interface (oder andere Apps).

Android_Market_Logo

Gerne freue ich mich auch hier auf viele Feedbacks, Nutzungsberichte und Erweiterungsvorschläge. 

 

16. September 11

Google Analytics rechtskonform einsetzen

Über den rechtskonformen Einsatz von Google Analytics herrscht in Deutschland schon lange eine heisse Diskussion. Nun ist es aber offenbar zu einer Einigung zwischen Google und dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gekommen. Das sind gute Nachrichten, denn damit kann davon ausgegangen werden, dass Google Analytics unter einigen Voraussetzungen rechtlich beanstandungsfrei eingesetzt werden kann. Folgende Punkte muss man demnach als Website-Betreiber aber berücksichtigen, wenn man Google Analytics einsetzen will:

  • Vertrag mit Google zur Auftragsdatenverarbeitung: Für die Verarbeitung der gesammelten Daten ist ein Vertrag zwischen dem Website-Betreiber und Google notwendig. Als Website-Betreiber sind Sie dabei der Auftraggeber, Google handelt in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten lediglich entsprechend Ihrer Weisung. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag schließt bestimmte Kontrollpflichten auf Ihrer Seite ein, bei denen Google durch Vorlage entsprechender Nachweise unterstützt. Eine Vorlage für einen entsprechenden Vertrag ist auf der Google Website aufrufbar und mit den Datenschutzaufsichtsbehörden abgestimmt. Die erste Aufgabe ist, diesen auszufüllen und an Google zu senden.
  • Datenschutzerklärung und Widerspruchsmöglichkeit: Nutzer Ihrer Website müssen in der Datenschutzerklärung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Google Analytics aufgeklärt werden. Auf eine Widerspruchsmöglichkeit gegen die Erfassung durch Google Analytics muss hingeweisen werden. Hierbei sollte möglichst auf die entsprechende Seite von Google mit den Opt-Out-Plugins verlinkt werden. Ergänzend oder alternativ kann auf jeder Seite der Website ein Opt-Out gemäss meinem früheren Post eingebunden werden.
  • IP-Adress-Anonymisierung: Durch eine entsprechende Einstellungen im Google Analytics Tracking Code muss die IP-Adressen gekürzt und anonymisiert werden. Dies geschieht, indem auf jeder getrackten Seite im Standard-Tracking-Code von Google eine Zeile ergänzt wird, nämlich _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']); (unmittelbar vor Falls dem trackPageview-Aufruf). Technische Details dazu finden sich bei Google Code.

Wer bereits vor Einführung dieser Massnahmen Google Analytics genutzt hat, könnte diese Daten unrechtmässig erhoben haben. Deshalb müssten in dem Fall die Altdaten gelöscht – bzw. das Google Analytics Profil gelöscht und ein neues erstellt werden. Das ist nicht ganz so toll - aber zumindest gibt es nun einen Weg für einen zukünftig rechtskonformen Einsatz von Google Analytics in Deutschland.

19. August 11

Downloads und Links einfach mit Google Analytics tracken

Bei einer Standard-Implementierung von Google Analytics sieht man leider nicht, welche Downloads wie PDFs oder XLSs von der Website geladen wurden. Das ist schade, denn vielfach ist grad der Download von einer Produktbroschüre oder einem Whitepaper doch ein wichtiges Ziel und oft eine Micro-Conversion. Nun bietet Google Analytics hierfür schon eine Lösung, nämlich dass man jeden Link auf ein PDF (oder ein anderes Ziel) mit einem sogenannten virtuellen Seitenaufruf wie der folgende versehen kann.

<a href="/downloads/produktbroschuere.pdf" onclick="
   _gaq.push(['_trackPageview', '/downloads/produktbroschuere.pdf']);
   ">Produktbroschüre
</a>


Dies bedeutet aber, dass jeder Download bzw. jedes PDF manuell und mit einem technischen Eingriff im HTML-Code so getagged werden muss. Während das für einzelne Downloads noch akzeptabel ist, wirds für viele oder gar alle Downloads sehr mühsam.

Abhilfe schafft da folgende Erweiterung für Google Analytics, welche mittels eines generischen JavaScripts automatisch alle Klicks einer Website überwacht. Klickt ein Besucher auf einen Link zu einem spezifische Dokumentformat, wird dies automatisch in Google Analytics als Download getrackt. Als kleines Nebenprodukt lassen sich auch gleich noch Klicks auf externe Links - also Links die auf eine Drittwebsite führen - tracken. Das alles geschieht in dem man einmalig unten stehend aufgeführtes JavaScript im <head>-Bereich jeder Webseite unterbringt - ohne weitere Konfiguration. Im Ergebnis sind Auswertungen von Downloads dann zum Beispiel wie folgt ersichtlich:

GA_Downloads

Vor der Implementierung des Skripts sollte man gegebenenfalls noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten wahrnehmen, welche das Skript bietet. Folgendes kann dabei angepasst werden:

  • downloadExtension: Zählt jene Formate auf, welche als Download gezählt werden
  • trackDownloadsAsEvent: Standardmässig werden die Downloads als Seitenaufrufe gezählt und sind in den Auswertungen unter "Seiten" ersichtlich. Falls man die Downloads lieber als Ereignisse sehen möchte, setzt man den Wert auf true
  • downloadCat: Der Name der Ereignis-Kategorie, falls Downloads als Ereignisse getrackt werden

Die beiden letzten Punkte gelten analog für das Tracking der externen Links (trackExtlinksAsEvent und extLinksCat), wobei hier das Ereignistracking zu empfehlen ist.

<script>
var downloadExtension = new Array(
   'doc','docx','pdf','xls','ppt','zip','gz','bz2','rar','txt','vsd','vxd',
   'js','css','exe','wma','mov','avi','wmv','mp3','mp4');
var trackDownloadsAsEvent = false;
var trackExtlinksAsEvent = true;
var downloadCat = 'Downloads';
var extLinksCat = 'Externe Links';
var intDomain = window.location.hostname;
if(window.addEventListener){document.addEventListener('click', clickHandler,
   false);}
else {document.attachEvent('onclick', clickHandler);}
function clickHandler(e){
   if (window.event) e = window.event;
   var srcEl = e.srcElement? e.srcElement : e.target;
   var targetUrl = srcEl.getAttribute('href');
   if (targetUrl && targetUrl.length > 0) {
      var re = new RegExp('^(?:f|ht)tp(?:s)?\://([^/]+)', 'im');
      var tarDomain = (targetUrl.match(re)? targetUrl.match(re)[1].toString() :
         (targetUrl.indexOf(':') < 0 ? intDomain : null));
      if (tarDomain != null) {
         var a = document.createElement('a');
         a.href = targetUrl;
         var filePath = a.pathname;
         var fileName = filePath.split('/').pop();
         var fileExt = fileName.substring(fileName.indexOf('.')+1);
         if (intDomain == tarDomain) {
            for (i=0; i<downloadExtension.length; i++) {
               if (fileExt == downloadExtension[i]) {
                  if (trackDownloadsAsEvent) _gaq.push(['_trackEvent',
                     downloadCat, filePath]);
                  else _gaq.push(['_trackPageview', filePath]);
               }
            }
         }       
         else {
            if (trackExtlinksAsEvent) _gaq.push(['_trackEvent', extLinksCat,
               tarDomain]);
            else _gaq.push(['_trackPageview', '/' + extLinksCat + '/' +
               tarDomain]);
         }
      }
   }
}
</script>

11. Juni 11

Den "Website Performance Index" messen

In zwei vorausgegangenen Posts hatte ich bereits das Konzept des Website Performance Index in Analogie zu einem Börsenindex vorgestellt und dessen Berechnung und Herleitung der Metrik-Gewichtung beschrieben. Im dritten und letzten Teil geht es nun noch darum, wie sich ein solcher Index in einem Web Analytics System abbilden und fortwährend nutzen lässt.

Nutzung des Formel-Editors im Web Analytics Tool
Voraussetzung für die Hinterlegung einer relativ kompliziert berechneter Formel wie ein Performance Index ist ein Formel-Editor im Web Analytics System. Manche Systeme bieten solche Formeleditoren von Haus aus an, dann handelt es sich um eine relativ einfache Geschichte: Die bei der Berechnung definierten Ziele werden mit Ihrer Gewichtung im Formel-Editor hinterlegt - wie in unten stehender Abbildung im Beispiel von Webtrekk.

PerformanceIndex_1

Im Ergebnis lassen sich dann für den aktuellen Peformance Index zum Beispiel Graphen wie der folgende anzeigen, sobald diese noch mit Schwellwerten für die Zielerreichung (z.B. ab 50% im gelben Bereich, ab 75% im grünen Bereich) versehen werden.

PerformanceIndex_2

Für Google Analytics im Speziellen
Bei Google Analytics als das wohl meist eingesetzte Web Analytics Tool fehlt allerdings zur Zeit ein solcher Formel-Editor. Ein Performance Index lässt sich daher nicht in Google Analytics selbst abbilden, sondern muss in einem Drittsystem gehalten werden. Eine einfache Möglichkeit dazu ist Excel. Nutzt man ein Excel-Plugin wie Excellent Analytics lassen sich aktuelle Google Analytics Daten über das API auslesen und in Excel darstellen. Die Hinterlegung einer Formel ist dann nur noch einfache Excel-Handarbeit. Insbesondere wenn man Reports und Dashboard intern ohnehin per Excel aufbereitet und dann versendet, ist dies eine sehr handliche Möglichkeit. Auch schöne Gauge-Diagramme lassen sich mit etwas Excel-Tweaking gestalten wie unten stehendes Beispiel eines Excel-Reportings zeigt (andere Indizes):

PerformanceIndex_3

Wer den Website Performance Index lieber tagesaktuell und überall dabei haben möchte (was ja eigentlich auch die Idee eines solchen Indexes ist) und über ein iPhone verfügt, dem sei die kürzlich vorgestellte iPhone App "Dashboard pro for Google Analytics" nahe gelegt. Auch darin lassen sich die hinterlegten Google Analytics Ziele gewichten, danach wird der Performance Index automatisch und tagesaktuell berechnet.

IPhone_view_pro

19. Mai 11

Das Google Analytics-Dashboard fürs iPhone

Wenn man sich häufiger mit Web Anayltics auseinandersetzt, hat man schnell einmal seine zehn Hauptkennzahlen beisammen, welche man wöchentlich, täglich oder gar noch öfter und immer wieder überprüfen möchte.  Im Idealfall kann man sich diese nun auf dem Dashboard des Analytics-Systems abbilden - doch auch das ist nicht immer so praktisch. Warum deshalb nicht sein individuelles Dashboard immer aktuell auf dem iPhone mit dabei haben?

IPhone_view_pro Genau dies will die eben releaste iPhone-App "Dashboard for Google Analytics". Nach Download der App aufs iPhone lassen sich einfach mittels Eingabe des Google Analytics Login die aktuellen Website-Daten anzapfen und eine handvoll der wichtigsten KPIs auf einem einzelnen Dashboard anzeigen. Darüber hinaus - und jetzt kommt das was nicht einmal Google Analytics kann - lassen sich pro KPI Zielwerte angeben. Auf einen Blick lässt sich so erkennen, ob man hinsichtlich seiner selbst gesteckten Ziele im grünen oder roten Bereich ist. Will man z.B. pro Woche 10'000 Besucher auf der Website haben - und hat am Dienstag bereits 4'000, dann befindet diese Kennzahl eindeutig im grünen Bereich. So behält man im Dashboard immer die Übersicht, wie es um den Erfolg der Website gerade steht.

Es findet sich mittlerweile die eine oder andere gute iPhone App für Google Analytics im App Store, mit welcher sich beinahe sämtliche Auswertungen aus Google Analytics herausziehen lassen. Sämtliche Daten auslesen kann und will das "Dashboard for Google Analytics" nicht. Stattdessen liegt der Fokus auf den wirklich geschäftsrelevanten Kennzahlen, auf die es sich lohnt, häufiger hinzuschauen - und erweitert zudem Google Analytics um einige nützliche Funktionen wie eben zum Beispiel die Zielwert-Definition. In der kostenlosen Version der App sind u.a. die "grossen" Metriken wie Besucher, Besuche und Page Views verfügbar. In der "Pro"-Version kommen dann zusätzlich sämtliche in Google Analytics konfigurierten Ziele und Zielbeträge dazu. Damit lässt sich das Dashboard so individuell zusammenstellen wie es die Ziele in Google Analytics zulassen: Anzahl Bestellungen, Kontaktaufnahmen, gelöste Supportfälle, Job-Bewerbungen, Newsletter-Anmeldungen oder was man auch immer als KPI definiert hat findet sich so auf dem Dashboard

Weitere Erklärungen zur App sowie der Download-Link finden sich hier zusammengestellt. Ich freu mich auf euer Feedback, Erfahrungberichte und Anregungen!

06. Mai 10

Einführung und Tipps & Tricks für Google Analytics

Viele der in diesem Blog vorgestellten Einträge behandeln Google Analytics Spezialfälle für Fortgeschrittene Anwender, so zum Beispiel das Tracking von Ausstiegsfeldern in Formularen, Opt-out von Google Analytics, die Messung von gelesenen Seiten oder die Bedienbarkeit der Navigation. Die ersten Schritte in Google Analytics sowie einige nützliche Tipps & Tricks für die Verwendung im täglichen Gebrauch wurden bislang etwas vernachlässigt.

Diese Lücke sei nun geschlossen mit folgender Präsentation über die ersten, zweiten und dritten Schritte in Google Analytics, welche ich heute an der Swiss IT Academy halten durfte.

Hier die Präsentation Google Analytics für Einsteiger (pdf, 2.6 MB) auch zum herunterladen.

Zusammenfassend sind folgende Punkte darin abgehandelt:

  • Die 5 Schritte zur Anmeldung zu Google Analytics
  • Überblick über die Reports
  • Wichtige Bedienungselemente für Charts und Tabellen
  • Google Analytics mit AdWords verknüpfen
  • Website-Suche tracken
  • Ziele und Trichter einrichten
  • Segmente nutzen
  • Eigener Traffic ausschliessen
  • Kampagnen und Newsletter tracken
  • Downloads und Links tracken
  • ... und noch ein paar Power-User Handgriffe die einem zum Google-Analytics Guru machen

Wer übrigens sich übrigens für die Performance-Optimierung einer Website im Allgemeinen und die Erstellung von zielorientierten Dashboards interessiert, sei auf folgende weitere Präsentationen über Performance-Steigerungen und Dashboards von Martina Klose an der IT-Academy verwiesen

21. März 10

Formularabbrüche und Ausstiegsfelder messen - auch mit Google Analytics

Schöne Features und überragende Grafiken zeigen Web Analytics Tool-Hersteller immer gerne wieder, um potenzielle Käufer von ihrem Produkt zu überzeugen. Normalerweise bin ich gegenüber solchen „Beauty-Contest“-Features eher skeptisch, da sie im täglichen Gebrauch später kaum mehr eingesetzt werden. Ein allerdings tatsächlich sehr nützliches dieser Schönheits-Features ist die Messung der exakten Ausstiegspunkte innerhalb einem Formular. Wenn ein potenzieller Kunde das Bestellformular beim Feld zur Eingabe der E-Mailadresse abbricht, dann ist das nicht nur aus businesssicht kritisch, sondern bringt auch an den Tag, wo gewichtige Usability-Hürden liegen. Ein solches Feature zur Darstellung der Ausstiegsfelder (Form Abandonment) hatte die Firma WebSideStory (später von VisualSciences, dann Omniture, dann Adobe aufgekauft) bereits zur Jahrtausendwende eingeführt – mit einer visuell sehr nützlichen Darstellung im Website-Overlay direkt über dem Formular

Abandonment_0
Unerklärlicher- und bedauerlicherweise ist dieses Feature etwas aus der Mode gekommen – nur wenige Produkthersteller bieten heute etwas Vergleichbares out-of-the-ox an. Auch wer auf Google Analytics setzt, musste auf eine solch hilfreiche Funktion in der Verbesserung des Online-Angebots bislang verzichten. Diese Lücke möchte ich mit diesem Post füllen und einen Weg aufzeigen, wie man die Messung von Ausstiegspunkten in einem Formular auch mit Google Analytics einfach messen kann.

Formularfeld-Abbruchmessung (Form Abandonment) mit Google Anlaytics

Die Basis für die Messung von Form Abandonments stellen die Event-Messung dar, wie sie an dieser Stelle bereits einige Male beschrieben wurde. Beginnt ein Besucher mit dem Ausfüllen eines Formulars und navigiert nachher zu einer anderen Seite, ohne dass er das Formular abgesendet hat, wird ein Event ausgelöst. Dieser Event prüft, auf welchem Feld der Cursor des Besuchers stand, bevor er das Ausfüllen abgebrochen hat. Füllt also ein potenzieller Käufer mehrere Felder eines Bestellformulars aus, hört dann aber beim Feld „Geburtsdatum“ plötzlich auf (z.B. weil er sein Alter nicht angeben mag), dann wird diese Cursorposition beim Verlassen der Seite an Google Analytics gesendet.

Damit dies so funktioniert, ist eine kleine Erweiterung von Google Anlaytics notwendig. Und zwar muss auf jeder Formularseite (auch auf jeder Seite möglich) neben Google Anlaytics folgender JavaScript-Code eingebaut werden:

Im <head>-Bereich der Seite:
<script>
window.focussedFormElement = null;
window.focussedForm = null;

function checkFormAbandonment()
{
    if (window.focussedFormElement) // Formular begonnen
    {
        if (window.focussedFormElement.type!="submit" && window.focussedFormElement.type!="button") //abgebrochen
        { pageTracker._trackEvent('Formularfelder', window.focussedForm.name, window.focussedFormElement.name);
          pageTracker._trackEvent('Formularversand', window.focussedForm.name, 'abgebrochen', 0);}
        else // abgesendet
        {pageTracker._trackEvent('Formularversand', window.focussedForm.name, 'gesendet', 1);}}
}
window.onload = function() {
    var n = function() {window.focussedFormElement = this.form.focussedElement = this; window.focussedForm = this.form.focussedForm = this.form;},
    p = function() {window.focussedFormElement = this.form.focussedElement = null; window.focussedForm = this.form.focussedForm = null;};
    for(var i = 0, f = document.forms; i < f.length; ++i)
    {f[i].focussedElement = null;
     for(var j = 0, e = f[i].elements; j < e.length; ++j)
     {e[j].onfocus = n;
      e[j].onblur = p;}}};
</script>

Der <body>-Tag muss wie folgt um einen auslösenden Event ergänzt werden:

<body onunload="checkFormAbandonment()">

Diese paar Zeilen Code reiche, damit automatisch der Name des Formulars sowie der Name des Ausstiegfeldes an Google Analytics gesendet werden. Die Auswertung en ermöglichen anschliessend folgende Darstellungen (zu Finden unter Content -> Ereignis Tracking):

Abandonment_1

Abandonment_1-2
In ersten Beispiel wurde zum Beispiel sieben Mal beim Feld „Geburtsdatum“ abgebrochen, je einmal bei „Ort“ und „Postleitzahl“. Verschiedene Formulare (z.B. Bewerbungsformular, Kontaktformular etc.) werden automatisch separat ausgewiesen wie untenstehende Abbildung zeigt:

Abandonment_2 Ein schöner Nebeneffekt, den man sich gleich noch zu Nutze machen kann, ist die Messung der Absenderate sämtlicher (oder bestimmter) Formulare auf der Website. Die folgende Darstellung zeigt nämlich das Verhältnis von angefangenen zu abgesendeten Formularen. Die Newsletter-Anmeldung wurde demnach in 77% der Fälle abgesendet, das Bewerbungsformular sendeten dagegen lediglich 56% der Besucher ab, welche mit dem Ausfüllen begonnen hatten.

Abandonment_3
Diese Kennzahlen sind wahrlich Juwelen, wenn man sich an die Usability-Verbesserung von wichtigen Website-Prozessen macht. Schade, dass sie Google Analytics nicht im Standard integriert – aber immerhin sei hiermit nun ein Workaround gefunden. Mehr solcher Tipps&Tricks zu Google Analytics finden sich übrigens in der kürzlich erschienenen Neuauflage meines Buchs „Web Analytics – Metriken auswerten, Besucherverhalten verstehen, Website optimieren“. Ein neues Kapitel mit über 100 Seiten beschreibt darin die Einführung und Nutzung von Google Analytics und zeigt einige selbst herausgefundene und undokumentierte Tricks für Power User. 

14. November 09

Datenschutz fördern: Opt-Out für Web Analytics Tracking-Codes

Fortwährend eine brennende Frage ist die juristische Situation beim Einsatz von Web Analytics Systemen wie Google Analytics auf der eigenen Website – ich habe bereits mehrmals auf diesem Blog darüber berichtet. Die Meinungen zu dieser Thematik gehen von „verboten“ über „riskant“ bis „problemlos“ weit auseinander. In Deutschland sind sich selbst die Gerichte uneins. Je nach Amtsgericht ist die Speicherung der IP-Adresse – darum geht’s schlussendlich – einmal personenbezogen und daher ohne vorgängige Einwilligung des Nutzers untersagt (Amtsgericht Berlin Mitte) oder aber erlaubt (Amtsgericht München). Der Entscheid eines höheren Gerichts steht noch aus, derweil in der Praxis wie bereits in den letzten 15 Jahren (!) IP-Adressen ausser in Analytics-Systemen vor allem auch in Server-Logfiles weiter gespeichert werden – das kümmert allerdings in der aktuellen Diskussion kein Jurist oder Gericht.

Mein Votum in diesem Thema appelliert an die Vernunft und das gemeinsame Wohlwollen von Websitebetreibern und Nutzern. Gespeicherte IP-Adressen können ausser von Internet Service Providern und dem Staat nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden – von ganz seltenen und aussergewöhnlichen Fällen mal abgesehen. Dennoch möchten einige Website-Besucher sehr vorsichtig mit ihren Web-Fussabdrücken umgehen – und diesem Bedürfnis sollte ein seriöser Website-Betreiber Folge leisten. Meine Empfehlung für Website-Betreiber, welche ein Analytics-System einsetzen, lautet daher wie folgt:

  • Datenschutzerklärung kommunizieren: Egal welche Daten man sammelt und was man damit tut, es sollte immer für den Nutzer transparent bleiben. Am sinnvollsten hinterlegt man diese Transparenz in einer Privacy Policy bzw. Datenschutzerklärung auf der Website.
  • Analytics-Daten nicht mit personalisierten Informationen verknüpfen: Obwohl die Verknüpfung vielfach interessant wäre, ist dies ohne explizite Einwilligung des Nutzers nicht legal.
  • „Opt-in-Verfahren“ bei Übermittlung persönlicher Daten: Sobald persönliche Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse etc. zum Beispiel über ein Kontaktformular oder eine Anmeldung gesammelt und anschließend gespeichert werden, sollte der Besucher um explizite Erlaubnis (Opt-in-Verfahren) zur Speicherung dieser Daten gefragt werden.
  • Ort der Datenspeicherung beachten: Wer die Speicherung der Daten nicht intern betreibt, sondern bei einem Web Analytics-Anbieter als Software as a Service (SaaS) bezieht, sollte sich über den Standort des Datencenters im Klaren sein. Werden die Daten durch den Drittanbieter innerhalb eines europäischen Landes gespeichert, kann man davon ausgehen, dass der Anbieter ähnlichen gesetzlichen Bedingungen unterliegt wie man selbst. Anbieter wie Nedstat, Yahoo oder Webtrekk speichern z.B. die Nutzungsdaten in einem europäischen Land.
  • Option zur Abschaltung des Trackings bieten: Ebenfalls ein faires Verhalten ist es, dem Besucher anzubieten, dass sein Nutzungsverhalten überhaupt nicht gespeichert wird. Bei so einem Opt-out-Verfahren kann der Besucher mittels Deaktivieren einer Check-Box das Tracking abschalten – seine Einstellung wird dabei in einem Cookie gespeichert.

Den letzten Punkt finde ich ganz wichtig und eindrücklich, um dem Besucher zu demonstrieren, dass wirklich ein Wohlwollen seitens des Website-Betreibers besteht. Überdies bin ich überzeugt, dass nur ganz wenige Nutzer von einer solchen Option Gebrauch machen werden (auch dies liesse sich übrigens tracken) – allein die Möglichkeit schafft aber schon sehr viel Vertrauen. Auf diesem Blog besteht übrigens ebenfalls die Möglichkeit, das Tracking via Google Analytics auf Wunsch zu unterbinden. Die Einstellungen werden in einem Cookie gespeichert, so dass ab der Folgeseiten oder beim nächsten Besuch bis auf Widerruf keine Nutzungsdaten des betreffenden Besuchers mehr an Google Analytics gesendet werden.

GoogleAnalyticsAbschalten 
Manche Web Analytics-Systeme bieten solche Opt-Out Funktionen für Ihre Produkte bereits an. Andere – darunter auch bei Google Analytics – kennen eine solche Funktion noch nicht. Allerdings kann man mit ein paar Zeilen JavaScript-Code so etwas recht einfach implementieren. Folgender Code-Ausschnitt zeigt, wie dies für Google Analytics geht. Damit können auch Website-Betreiber welche Google Analytics einsetzen demonstrieren, dass auf Wunsch des Besuchers keine Daten an Google gesendet werden.

<html>
<head>
<script type="text/javascript">

function getCookie(value) {
    var dc = document.cookie;
    var prefix = value + "=";
    var begin = dc.indexOf("; " + prefix);
    if (begin == -1) {
    begin = dc.indexOf(prefix);
    if (begin != 0) return null;
    } else {
    begin += 2;
    }
    var end = document.cookie.indexOf(";", begin);
    if (end == -1) {
    end = dc.length;
    }
    return dc.substring(begin + prefix.length, end);
}


function doGA_Tracking()
{
   var GA_OptOut = getCookie("GA_OptOut");
   if (GA_OptOut && GA_OptOut!=null && GA_OptOut=='true') return false
   else return true;
}

var expdate=new Date();
expdate.setDate(expdate.getDate()+365);

</script>
</head>
<body>


<input type="checkbox" id="GA_OptOut" value="true" onClick="this.checked?document.cookie='GA_OptOut=false;path=/;expires='+expdate.toGMTString()+';':document.cookie='GA_OptOut=true;path=/;expires='+expdate.toGMTString()+';'"> Besuch mit Google Analytics aufzeichnen.<br/>

<script type="text/javascript">
//Wenn neben dem Standard-Tracking-Code (GATC) zusätzlich bei bestimmten Ereignissen, z.B. Klick auf Links, Events oder virtuelle Seitenaufrufe implementiert werden, müssen diese mit untenstehendem Code ergänzt werden (doGA_Tracking()?BESTEHENDER_TRACKINGAUFRUF:'';). Andernfalls würde das Ereignis ein Fehler werfen falls der GATC vom Besucher deaktiviert wird.

//doGA_Tracking()?pageTracker._trackEvent('Links', 'Subscription', 'RSS-Mainfeed'):'';

</script>
<script type="text/javascript">
   var el=document.getElementById('GA_OptOut');
   if (el!=null) el.checked = doGA_Tracking();
</script>


<script type="text/javascript">
   if (doGA_Tracking())
   {
  var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "
https://ssl." : "http://www.");
  document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
   }
</script>


<script type="text/javascript">
   if (doGA_Tracking())
   {
  try{
var pageTracker = _gat._getTracker("UA-xxxxxx-x");
pageTracker._trackPageview();
  }
  catch(err) {}
   }
</script>
</body>
</html>

05. August 09

Google Analytics Custom Reports - Anwendungsbeispiele

Wem die über 60 Standard-Reports (zumidnest soviele hab ich irgendwann mal gezählt) welche Google Analytics per default anbietet noch nicht ausreichen, der hat mit den benutzerdefinierten Berichten bzw. Custom Reports die Möglichkeit beliebige Reports selbst zusammenzustellen. Hat man zum Beispiel bei den Standard-Berichten das Gefühl hatte, eigentlich lieber andere Werte als Absprungrate & co. angezeigt zu haben, findet man bei den Custom Reports die Lösung. Direkt unterhalb der Navigtaion auf der linken findet sich der Einstieg zu diesem mächtigen Tool.

CustomReports_Navigation

Die Nutzung solcher benutzerdefinierte Berichte ist in folgenden Situationen sinnvoll:

  • Wenn Metriken aus verschiedenen Berichten nach eigenen Vorstellungen in einem kombiniert werden sollen
  • Wenn ein Bericht in mehrere (und flexibel definierbare) Unterstufen unterteilt werden soll, d.h. ein Drilldown eines Reports nach ausgewählten Segmenten gewünscht ist

Ersterer Fall tritt zum Beispiel dann ein, wenn man zu AdWords die Klicks, die Absprungrate und die Ziel-Conversion einblenden möchte. Diese typsicherweise auf drei verschiedenen Ansichten verteilten Keyword-Kennzahlen lassen sich so auf einer Ansicht vereinen. Die zweite Situation liegt dann vor, wenn man sich zum Beispiel im Bericht „Keywords“ bei Klick auf ein Keyword sich nicht wie implementiert die Detailmetriken anzeigen lassen möchte, sondern z.B. die Einstiegsseiten auf welchen Besucher je Keyword gelandet sind. Durch die benutzerdefinierte Unterordnung einer Dimension unter eine andere lässt sich ein solcher Bericht erstellen.

Benutzerdefinierte Berichte erstellen
Mittels dem Link „Neuen benutzerdefinierten Bericht erstellen“ im Bereich der benutzerdefinierten Berichte legt man einen neuen Bericht an. Auf der linken Seite erscheint nun ein neues Auswahlfeld, welches verschiedene Metriken und Dimensionen anbietet.

CustomReports_Erstellen 

Für die Erstellung von Berichten ist entscheidend, dass man sich des Unterschieds von Metriken und Dimensionen bewusst ist: Metriken sind vereinfacht gesagt Zahlenwerte, d.h. zum Beispiel die Absprungrate, Seiten pro Zugriff oder die durchschnittliche Besuchszeit. Jeder dieser Werte ist eine einzelne Zahl – entweder ein Prozentsatz oder ein absoluter Wert. Dimensionen hingegen sind Kategorien, in welche die Daten hineinfallen. Dazu zählen etwa die URLs der Einstiegsseiten oder der Verweisenden Seiten, die Namen von Suchmaschinen oder eingegebene Suchbegriffe.

Dimensionen und Metriken werden nun in einem Bericht kombiniert, zum Beispiel die Dimension „Suchbegriff“ mit der Metrik „Absprungrate“. Durch diese Kombination zeigt der Bericht anschliessend je Suchbegriff die jeweilige Absprungrate auf. Auf diese Weise können nun verschiedene Metriken auf eine Dimension angewendet werden.

Dazu zieht man einfach per Maus eine oder mehrere der links aufgelisteten und blau eingefärbten Metriken auf das entsprechend ausgesparte Feld im Inhaltsbereich des Berichts. Bei den grün eingefärbten Dimensionen geht man analog vor, wobei sich bei den Dimensionen fünf hierarchisch anordnen lassen. Durch diese Anordnung kann man sich später durchklicken um so die betrachteten Daten scheibchenweise einzugrenzen. Reicht der Platz für die Metriken nicht aus, lassen sich weitere Registerkarten ergänzen. Am besten gelingt die Berichterstellung übrigens, wenn man schon eine möglichst konkrete Vorstellung hat, wie der Bericht am Ende ausschauen soll.

Beim Zusammenstellen der Metriken und Dimensionen wird man feststellen, dass nicht immer alle Dimension und Metriken verfügbar sind bzw. manche gelegentlich ausgegraut sind. Dies hängt damit zusammen, dass Google gewisse Kombinationen nicht erlaubt bzw. nicht auswerten kann. Die erlaubten Kombinationen stellt Google in einer Matrix zusammen – in der Praxis ist es jedoch meist einfacher kurz auszuprobieren, ob eine gewünschte Kombination möglich ist.

Hat man einen Bericht per Drag&Drop zusammengestellt lässt sich dieser in der Vorschau anschauen. Entspricht der Bericht Ihren Vorstellungen, speichern Sie ihn und vergessen dabei nicht, dem Bericht einen sprechenden Titel zu vergeben, damit er später im Navigationsmenü links leicht zu finden ist. Die so gespeicherten Berichte sind übrigens nur für den jeweiligen Nutzer verfügbar - und nicht für andere Nutzer mit Zugriff auf das gleiche Konto oder Profil. Dieser Nachteil wird etwas dadurch wettgemacht, dass die Berichte für den Ersteller nicht nur in einem Profil, sondern in all seinen Profilen und Konten angewendet werden können.

Anwendungbeispiele
Und was kann man nun genau damit anstellen? Mögliche Fragestellungen, die sich so beantworten lassen sind zum Beispiel:

  • Welche Quelle bringt die treusten Besucher?
  • In welchem Land und welcher Region werden noch alte Browser eingesetzt?
  • Welche Position bei der Einblendung von AdWords führt zur höchsten Conversion-Rate?
  • Braucht man sich um Besucher, welche einen Safari-Browser einsetzen bei der Website-Gestaltung zu kümmern – Bzw. könnte es sein dass der kleine Nutzeranteil einen gewichtigen Beitrag zum Umsatz leistet, da diese Nutzergruppe weniger preissensibel ist?

Für die Fragestellung zur Ziel-Conversion-Rate von AdWords-Positionen zum Beispiel wählt man einen Satz von Metriken wie Absprungrate, Seiten/Zugriff, Durchschn. Besuchszeit und eben die Ziel-Conversion-Rate aus dem blauen Metrik-Auswahfeld aus. Als Dimension ergänzt man die Anzeigeposition, welche sich in der Gruppe der Zugriffsquellen befindet. Im Ergebnis erhält man ein Bericht wie untenstehend abgebildet. Für den untersuchten Fall lässt sich so erkennen, dass AdWords eine höhere Ziel-Conversion-Rate aufweisen, wenn sie erst ab Position 5 eingeblendet werden. Die obersten AdWords-Positionen bei Google.com (die drei Top-Links und der erste auf der rechten Seite) sind demnach für die gewählte Kampagne nicht unbedingt die effizientesten Plätze für eine Anzeige.

CustomReports_Keywordpositi

Das ist aber noch lange nicht alles, was man mit den Custom Reports Schlaues anstellen kann. Deshalb meine Frage:

Für welche Fragestellungen nutzen Sie die benutzerdefinierten Berichte und was sind Ihre Erfahrungen damit?

23. Juli 09

Exakte AdWords in Google Analytics tracken

Wer Google AdWords-Anzeigen schaltet, tut gut daran, die mit Google Analytics getrackte Website mit dem AdWords-Account zu verknüpfen. Das ist in einer Minute gemacht (hier beschrieben) und bringt sehr hilfreiche Erkenntnisse, wie sich AdWords-Klicker nachher auf der Website verhalten: Ob sie gleich wieder weg sind, wieviele Seiten sie betrachten, ob sie gar eine Bestellung abschliessen oder in sonst einer Form eine Conversion auslösen. Mehr als in den Google AdWords-Auswertungen lässt sich erkennen, wie erfolgreich bestimmte Keywords wirklich sind, z.B. in dem man nicht nur die Klickraten, sondern die Conversion-Rate oder gar den ROI der Keywords vergleicht (siehe Bild).

Keyword-Kosten

Soweit so gut. Ein Problem gibt es aber. Die in den Google Analytics Auswertungen dargestellten Keywords entsprechen exakt jenen, für welche man die Anzeigen geschaltet hat - und das ist nicht unbedingt der Suchbegriff, den ein User eingegeben hat: Wird z.B. auf den Begriff "Web Analytics" eine Anzeige geschaltet, dann wird diese auch bei der Suche nach "Web Analytics Tools" angezeigt. Klick ein Googler nach so einer Suche auf den Link, erscheint aber in den Google Anlytics Auswertungen trotzdem nur "Web Analytics" als Keyword, das den Besuch vermittelt hat. Damit entgeht einem ein wichtiger Teil der Information, nämlich wie der exakte Suchbegriff lautete. Grad wenn man für teures Klickgeld sehr allgemeine Begriffe schaltet, verhindert dies eine effiziente Kostenoptimierung der AdWords.

Nun lässt sich dies glücklicherweise mit Filtern in Google Analytics wieder geradebiegen, und zwar wie folgt:

  1. Nach dem GA-Login die Analytics-Einstellungen des gewünschten Profils bearbeiten
  2. In den Einstellungen zwei Filter hinzufügen (Link oben rechts im dritten Kasten)
  3. Folgende Filtereinstellungen treffen:

Filter1

Filter2

Was die Filter genau bewirken, muss man jetzt nicht unbedingt im Detail verstehen - kurz zusammengefasst sucht der erste Filter mittels einer Regular Expressions den exakten Suchbegriff heraus, der zweite ergänzt das Keyword um diesen Suchbegriff (in Klammer gesetzt). Im Ergebnis erhält man so in Google Analytics die gleichen Auswertungen, nur dass zu jedem Keyword in Klammer noch der exakte Suchbegriff ergänzt ist.

Keyword

Und noch ein kleiner Tipp: Solche Filter immer zuerst an einem Testprofil anwenden und mal schauen, dass sie richtig funktionieren. Denn wenn etwas schiefgeht, lassen sich verlorene Daten nicht mehr herstellen.


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  • Marco Hassler ist Business Unit Manager und Partner beim IT- und Web-Dienstleister Namics.

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