19 Beiträge kategorisiert in "Google Analytics"

11. Juli 12

App Analytics: App-Nutzung mit Analytics Tools messen

Letze Woche ist bei Google ja einiges passiert, was mobile betrifft: Einerseits hat Google eine Android App gelauncht, über welche Google Analytics als App von Android-Geräten zugänglich wird (Side-Effekt: Da's die App nur für Android und nicht fürs iPhone gibt, sind die Downloads von GA-Drittapps wie z.B. meiner GA-Dashboard-App grad in die Höhe geschossen :-). Anderseits hat Google ein neues Auswertungsinterface als Beta publiziert, mit welchem sich Analytics-Daten aus mobilen Apps spezifischer als mit dem klassischen Google Analytics Interface auswerten lassen. Beides bringt mich dazu, mal einige spannende Punkte hinsichtlich der Analyse von Apps zu beleuchten, nämlich:

  • Wie kann man Download- und Verkaufszahlen messen?
  • Wie kann man die Nutzung innerhalb von Apps tracken?
  • Wie kann man das Ganze verknüpfen, um zum Beispiel die Festsetzung des Preises einer App zu bestimmen?

Für alle drei Aufgaben gibt es unterschiedliche Systeme und Herangehensweisen. Die wohl einfachste davon ist die Messung von Download- und Verkaufszahlen - denn das kommt beim Hochladen einer App in einen Store sozusagen gratis mit.

Download- und Verkaufszahlen von Apps messen

Sowohl im App Store von Apple wie auch jenem von Google sind mit dem Publizieren einer App automatisch mehr oder minder detaillierte Statistiken der App-Downloads verfügbar. Das Auswertungsinterface von Apple - iTunes Connect - glänzt dabei durch Reduktion aufs Minimum: Neben den täglichen und wöchentlichen Anzahl neuer Installationen und Update-Downloads, den Nutzerbewertungen sowie einer Aufschlüsselung dieser Zahlen auf die einzelnen Länder-Stores gibts nicht viel auszuwerten. Und besonders ärgerlich: Es gibt kein Archiv von Daten die älter als ca. 3 Monate sind - bzw. man muss sich selbst um die Historisierung der Daten kümmern.

Die Store-Statistik von Google in der Google Play Developer Console kann da zumindest mit einigen Zahlen mehr aufwarten, z.B.:

  • Anzahl aktiver Installationen (welche Deinstallationen berücksichtigt)
  • Verwendete Geräte und Android-Versionen
  • Verwendete Sprachen
  • Mobilfunktanbieter
  • Unterscheidung nach verschiedenen App-Versionen

GooglePlay

Natürlich ist die Anzahl installierte Apps pro Tag eine der spannendsten Kennzahlen, dennoch fehlt rein mit den App Store-Statistiken die Granularität für eine feinere Analyse.

Etwas Abhilfe schaffen da Anwendungen, welche zusätzliche Informationen sammeln und über verschiedene Stores aggregieren. Mein persönlicher Favorit ist derzeit die App Annie. Die Annie aggregiert Store-Informationen von iTunes und Android in einer benutzerfreundlichen Auswertung und sorgt sich auch grad um das Archiv, so dass keine alten Daten verloren gehen. Zudem sammelt Annie Ranking-Daten aus den Stores der verschiedenen Ländern, so dass stets ersichtlich ist an welcher Stelle in welchem Land und in welcher Kategorie die eigene App gerade gerankt wird. Das sind nützliche Benchmark-Informationen, die einem sonst fehlen.

AppAnnie

Die Nutzung von Apps mit Web Analytics Systemen messen

Download-Zahlen zeigen zwar das Interesse von Nutzern an der App und den Erfolg von einem App-Marketing - ob die App allerdings bei den Nutzern ankommt und wie sie langfristig gebraucht wird, daraus lässt sich allein aus den Downloads nichts schliessen. Ähnlich wie Websites lassen sich aber auch Apps mit Web Analytics Mitteln messen und auswerten. Im einfachsten Fall bettet man dazu einer App einen Tracking-Code ein - ähnlich dem Page Tag von Websites, welcher die Nutzung der reported.

Im Unterschied zu einer Website gibts allerdings ein paar wichtige Unterschiede und Punkte zu berücksichtigen:

  • Keine Seitenaufrufe: Seitenaufrufe wie bei Websites gibt es nicht zwingend in einer App - oder sie interessieren weniger, da sich die spannenden Dinge innerhalb einer Bildschirmansicht zutragen. Zwar kann man auch die verschiedenen Aufrufe der Ansichten tracken, viel erfolgsversprechender ist jedoch das Tracking von Events innerhalb der Seite (analog dem Event-Tracking innerhalb einer Webseite). Das Einbetten des Tracking-Codes wird daher vielfach spezifischer und auch aufwändiger als bei einer Website
  • Offline-Tracking: Apps können auch offline genutzt werden - und auch dann sollte das Tracking natürlich funktionieren. Dazu muss der Tracking-Code aber über eine Caching-Funktion verfügen, welcher die Aktionen ggf. zwischenspeichert bis der Nutzer wieder online ist. 
  • Store-Restriktionen: Manche App Stores (z.B. Apple) setzen in Ihren AGBs gewisse Restriktionen für das Tracking, welche berücksichtig werden müssen - will man einen Ausschluss der App nicht riskieren. Währenddem Apple zeitweise sämtliche Third Party Analytics-Tools (wie z.B. Google Analytics) aus Apps ausgeschlossen hatte, ist in den aktuellen Review Guidelines (Developer Member Login notwendig) nur noch das Einverständnis des Nutzers fürs Tracking vorausgesetzt. Die Guidelines können aber jederzeit wieder mal ändern...
  • App-Versionen: Von Apps können verschiedene Versionen im Umlauf sein, da nicht alle Nutzer umgehend ein Update durchführen. Dem muss man bei der Auswertung Rechnung tragen.
  • Spezifische Kennzahlen: Auf der Auswertungsseite interessieren teilweise spezifische Zahlen mehr als die üblichen Analytics Reports und Metriken - zum Beispiel auch wieviele App installiert (oder wieder deinstalliert) wurden. Diese fehlen dann typischerweise in den App Analytics Auswertungen, da sie nur über die Store-Statistiken verfügbar sind

Abgesehen davon ist das App-Tracking allerdings ganz ähnlich zum Tracking von Websites. Demensprechend können auch die gleichen oder ähnliche Web Analytics Systeme eingesetzt werden wie für Websites. Google Analytics packt seine Lösung zum Beispiel in ein Software Development Kit (SDK) für Android oder iOS, welches die ersten beiden oben aufgezählten Punkte löst: Tracking-Aktionen lassen sich (für technisch versierte App-Programmiere) relativ einfach aufrufen, und das Offline-Tracking ist berücksichtigt. Auch für andere gängige Web Analytics Systeme gibt es mittlerweile ein entsprechendes SDK (unter folgendem Link z.B. für Omniture), bei einigen muss man allerdings auch noch etwas komplizierter selbst Hand anlegen und eine Tracking-API ohne SDK implementieren (z.B. bei Piwik). Neben den klassischen Web Analytics Systemen haben sich mittlerweile auch einige spezifische App Analytics Tools wie z.B. Flurry etabliert, welche Funktionen im vergleichbaren Rahmen anbieten.

Für die Auswertungen kommen dann typischerweise die selben Reports zum Zuge wie für Websites, sofern nicht wie seit kurzem bei Google einige weitere spezifische Berichte dazukommen.

Acquisition

Mit der Implementierung eines normalen Web Analytics Systems in die eigene App lassen sich so zum Beispiel folgende Kennzahlen recht gut auslesen:

  • Unique Visitors: Wieviele Nutzer haben die App zurzeit im Einsatz? Diese Zahl gibt über einen grösseren Zeitraum (z.B. Monat) eine ungefähre Indikation für die Anzahl aktuell installierter Apps (genaue Zahl nur aus der Store Statistik)
  • New Visitors: Wieviele neue Nutzer sind (z.B. pro Tag) dazugekommen? Diese Zahl sollte ungefähr mit den Downloads bzw. Neu-Installationen einer App übereinstimmen bzw. eine Indikation dafür geben (genaue Zahl nur aus der Store Statistik)
  • Nutzungsdauer: Wie lange dauert eine typische Session der App? Die Metrik liefert Hinweise über das Nutzungsverhalten und zeigt auf, wie viel Zeit sich Nutzer für die Abdeckung des Mobile Use Cases nehmen
  • Bildschirmansichten oder Ereignisse: Welche Screens / Anwendungsbereiche werden genutzt? Daraus kann z.B. geschlossen werden, ob gewisse Funktionen (z.B. zusätzliche Einstellungsmöglichekeiten) effektiv von Nutzern verwendet werden und ob sich damit ein Ausbau lohnt - oder sich die Nutzer überhaupt nicht dafür interessieren.
  • Verwendete Systeme und Bildschirmgrössen: Damit lassen sich - insbesondere bei Android Apps relevant - erkennen, welche Gerättypen und Bildschirmgrössen typischerweise verwendet werden und auf welchen die App getestet werden müsste
  • Conversions: Analog einer Website lassen sich auch bei Apps Conversions messen - z.B. der Klick auf ein Cross-Selling-Angebot, die Nutzung einer bestimmten Funktion, Registrierung bzw. Hinterlegung von Nutzerinformationen etc.

Verknüpfung von App Analytics und Store-Statistiken?

Bleibt noch die Frage, ob man solche Analytics Nutzungszahlen mit Download- und Verkaufszahlen aus den App Stores verknüfen kann, um daraus neue spannende Erkenntnisse zu ziehen - z.B. um so die Preisfindung von In-App Purchases oder Upsellings zu unterstützen. Google verspricht mit seinem SDK und den neuen mobilen Reports etwas in diese Richtung - bei Apple und iPhone scheints sowas noch nicht zu geben. Erfahrungsberichte diesbezüglich sind sehr willkommen: Gibts Tools oder Lösungen für solch eine integrierte Betrachtung, und wer nutzt sie schon?

Mein Erfahrungsbericht diesbezüglich folgt in Kürze an dieser Stelle.

08. März 12

Mobile Dashboard für Google Analytics - Reloaded.

Die individuellen Google Analytics KPIs immer im Blickfeld zu haben - das ist die Idee vom Google Analytics Dashboard für iDevices und Android-Geräte.

Erst vor knapp 10 Monaten ging die erste Version des Dashboards als iPhone-App live - als ein Versuch zur Reduktion auf die wesentlichen Kennzahlen - und mit zugegebenermassen noch der einen oder anderen Unausgereiftheit. Heute, nach Zig-Tausend weltweiten Downloads erscheint die zweite Version in den Stores und ist mittlerweile auch für Android und Tablets wie das iPad verfügbar.

Das ist alles neu: Handlicher und schneller
Dem Konzept der Reduktion und dem Fokus auf das Wesentliche haben wir weiter Rechnung getragen. In der Gewchwindigkeit und Handlichkeit der mobilen Abfrage haben wir nachgelegt. Dazu zählen auch Feinheiten wie ein "Pulldown-to-Refresh" (Touch-Bewegung nach unten, um das Dashboard zu aktualisieren) oder ein Autostart auf dem gewünschten Dashboard (statt mehrmaligen Klicks durch die Accounts und Profile). Auch viele weitere Feedback von Nutzern haben wir aufgenommen und integriert - vielen Dank für eure Beteiligung!

Charts!
Die grösste Erweiterung - und auch der meistgenannte Wunsch - ist jedoch die Darstellung der KPIs als Grafik. Hier kann nun pro KPI ein grafischer Monatsverlauf dargestellt werden - inklusive dem definierten Zielwert je Metrik. Damit ist sofort ersichtlich, an welchen Tagen man sich unter- oder oberhalb des angestrebten Zielwerts bewegt hat. Obendrauf gibts zudem noch eine kummulierte Ansicht, welche Conversion-Zahlen pro Woche oder Monat addiert. Dadurch wird noch besser ersichtlich, ob die angestrebte wöchentliche Anzahl an Newsletter-Anmeldungen oder der monatlich angepeilte Verkaufsumsatz in greifbarer Nähe liegt.

Ausschläge des Website Performance Index sichtbar machen
Auch der Website Performance Index - eine Erfolgsbarometer für die Website in Anlehnung an einen Börsenindex wie dem DAX - erlangt durch die grafische Auswertung eine neue Dimension: Vergleichbar zu einem Börsen-Chart wird der Performance Index nun auch chart-technisch auswertbar und weist so die Erfolgssteigerung über die Wochen visuell aus. Einige verbesserte Feinheiten in der Berechnung - zum Beispiel ein Korrekturfaktor für eine geänderte Indexbasis - machen ihn robuster wenn zusätzliche KPIs in den Index aufgenommen werden. Alles in Allem ein rundes Paket mit vielen kleinen und grossen Verbesserungen.

Download
Die Lite-Version der App mit den fünf wichtigsten Kennzahlen kann kostenlos im iTunes-App-Store oder Android Marketplace heruntergeladen werden. Die kostenpflichtige Pro-Version mit sämtlichen individuel definierten Google Analytics-Zielen ist in ebendiesen Stores verfügbar:

Zum Detailbeschrieb und Download!

Feedback erwünscht
Ich freu mich weiterhin auf vielseitiges Feedback, Kommentare und Verbesserungsvorschläge aus der ganzen Welt. Speziell interessant finde ich übrigens, dass die App neben den USA vor allem in Holland und Japan am meisten Verbreitung findet. Es scheint so, also ob die Holländer in Europa Web Analytics-mässig die Nase weit vorne hätten. Da gibt es doch wohl was aufzuholen, oder...? :-)

01. März 12

Soziale Aktionen und den Social Engagement Score mit Google Analytics messen (Teil III)

Die Wichtigkeit sozialer Aktionen zur Beurteilung von Website-Inhalten sowie die übersichtliche Zusammenfassung in einem Social Engagement Score wurden kürzlich auf diesem Blog diskutiert. Während herkömmliche Messgrössen wie Page Views in jedem Web Analytics System standardmässig gemessen werden, ist das Messen von sozialen Aktionen oder gar einem Social Engagement Score aber noch mit Konfigurationsarbeit verbunden. Wie man dies aber relativ einfach mit Google Analytics realisieren kann, soll nun betrachtet werden.

Soziale Aktionen in Google Analytics

Die gute Nachricht vorneweg: In Google Analytics werden die Klicks auf die Google +1-Buttons der eigenen Website ohne weiteres Zutun in den Berichten ausgegeben. Für Facebook-Likes, Tweets oder andere soziale Aktionen muss hingegen bei Klick auf die jeweilige Schaltfläche ein zusätzliches Tracking-Ereignis ausgelöst werden. Damit dies passiert, wird technisch der HTML-Quellcode um eine Codezeile ergänzt, die dann zum Beispiel für ein Facebook-Like-Button wie folgt aussieht:

_gaq.push(['_trackSocial', 'facebook', 'like', targetUrl]);

Eine solche JavaScript-Code-Zeile macht nichts anderes, als an Google Analytics zu übermitteln, dass der zu einer bestimmten Zielseite (targetUrl) zugehörige Facebook-Like-Button geklickt wurde. Für Twitter, Bookmarks oder andere Dienste funktioniert dies analog. Zum guten Glück muss man sich für all diese Plattformen den Code nicht komplett selbständig aus den Fingern saugen, sondern Google stellt eine Referenzimplementierung bereit. Diese kann  mit etwas Programmierkenntnissen oder von der IT-Abteilung nun relativ einfach für die eigene Website adaptiert werden. Noch einfacher kann man sich es machen, wenn man sämtliche soziale Aktionen unter dem Dienst von AddThis konsolidiert. Dann reicht nämlich eine einzige zusätzliche Zeile Code für die fast beliebig vielen Social Buttons, die der AddThis-Service anbietet. Folgende Anleitung für den Einbau eines Trackings der AddThis-Buttons zeigt, dass dies keine Hexerei ist.

Den Social Engagement Score messen

Etwas aufwändiger wird es für die automatische Berechnung eines Social Engagement Scores. Denn dafür ist Google Analytics - wie auch andere Web Analytics Systeme - noch nicht ausgelegt. Das sogenannte Ereignis-Tracking liefert hierfür jedoch den notwendigen Bausatz. Ereignis-Tracking wird eingesetzt um das Messen von Geschehnissen innerhalb einer Seite zu ermöglichen - also zum Beispiel das Abspielen oder Stoppen von Videos, das Zoomen in einer Kartenanwendung oder das Klicken auf Links. Genauso lässt es sich das Ereignis-Tracking natürlich auch für die Messung von Social Buttons einsetzen.

Anders als das oben vorgestellte Tracking-Verfahren für soziale Aktionen lassen sich mit dem Ereignis-Tracking jedoch zusätzliche Informationen an Google Analytics übergeben, nämlich zum Beispiel einen Wert für eine Gewichtung wie wir sie für die den Social Engagement Score benötigen. Beim Absenden eines Kommentars, der mit Faktor 10 gewichtet ist, würde man so einen Code wie folgt hinter den Sende-Button einbauen:

<input type="submit" onClick="_gaq.push(['_trackEvent', 'Engagement', 'Kommentar', document.title, 10]);" value="Kommentar" />

Für andere soziale Aktionen wie Likes, Tweets oder Bookmarks verfährt man analog und übergibt die entsprechende Gewichtung in einem vergleichbaren Aufruf. Die vollständigen Beispiele und eine ausführliche Einbau-Anleitung für Facebook, Twitter und Google+ sind in der dritten und erweiterten Auflage meines Buchs „Web Analytics“ beschrieben, zumal diese doch etwas zu umfangreich für einen Post sind. Diese Beispiele erlauben es aber, auch ohne vertiefte Programmierkenntnisse die wichtigen sozialen Aktionen einfach mittels Ereignis-Tracking in die eigene Website zu integrieren. Dadurch errechnet Google Analytics schlussendlich aus den verschiedenen übermittelten und  gewichteten Aktionen einen Ereigniswert je Seite, der nun genau den Social Engagement Score darstellt und eine Auswertung gemäss Abbildung bietet.

GA_SocialEngagementIndex

Mit der Messung von sozialen Aktionen und dem Social Engagement Score in einem Web Analytics System sind nun die zentralen Instrumente gegeben um sein Website-Publikum zu hören und den Begeisterungsgrad zu interpretieren. In Zukunft wird dieses Verständnis der Schlüssel sein, um geeignete Inhalte, Produkte und Dienstleistungen online anbieten zu können und auf der Klaviatur des Social Webs mitspielen zu können. Bereits heute damit zu beginnen, lohnt sich also ganz sicher!

06. November 11

Android Dashboard für Google Analytics

 

NexusDashboard

Mit an die 20'000 Installationen ist das Mitte Jahr gelaunchte Google Analytics Dashboard fürs iPhone schon recht verbreitet - täglich über 1000 Nutzer prüfen damit ihre Google Analytics Key Performance Indicators. Dank diesem Erfolg (und den spöttischen Bemerkungen, dass Google Analytics und Google Android doch zwingend zusammengehören) habe ich nun die App auf Android 2.2+ portiert. Mit dem heutigem Tag ist die App - wiederum in einer kostenlosen Lite-Version und einer erweiterten Pro-Version im Android Market verfügbar.

Wie bereits in der iPhone-App bietet das Dashboard die Möglichkeit, ausgewählte Metriken (Lite-Version) bzw.Google Analytics Ziel-Conversions (Pro-Version) auf einem Dashboard anzuzeigen und zu einem Website Performance Index zusammenzufassen. Was alles mit der App möglich ist, wird hier ausführlich beschrieben. Dieser Fokus auf Ziele und KPIs ist bewusst gewählt und soll damit ein Instrument für die businesskritische Nutzung von Web Analytics sein. Für die Untersuchung der 100 anderen Metriken gibt es das Google Analytics Web-Interface (oder andere Apps).

Android_Market_Logo

Gerne freue ich mich auch hier auf viele Feedbacks, Nutzungsberichte und Erweiterungsvorschläge. 

 

16. September 11

Google Analytics rechtskonform einsetzen

Über den rechtskonformen Einsatz von Google Analytics herrscht in Deutschland schon lange eine heisse Diskussion. Nun ist es aber offenbar zu einer Einigung zwischen Google und dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gekommen. Das sind gute Nachrichten, denn damit kann davon ausgegangen werden, dass Google Analytics unter einigen Voraussetzungen rechtlich beanstandungsfrei eingesetzt werden kann. Folgende Punkte muss man demnach als Website-Betreiber aber berücksichtigen, wenn man Google Analytics einsetzen will:

  • Vertrag mit Google zur Auftragsdatenverarbeitung: Für die Verarbeitung der gesammelten Daten ist ein Vertrag zwischen dem Website-Betreiber und Google notwendig. Als Website-Betreiber sind Sie dabei der Auftraggeber, Google handelt in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten lediglich entsprechend Ihrer Weisung. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag schließt bestimmte Kontrollpflichten auf Ihrer Seite ein, bei denen Google durch Vorlage entsprechender Nachweise unterstützt. Eine Vorlage für einen entsprechenden Vertrag ist auf der Google Website aufrufbar und mit den Datenschutzaufsichtsbehörden abgestimmt. Die erste Aufgabe ist, diesen auszufüllen und an Google zu senden.
  • Datenschutzerklärung und Widerspruchsmöglichkeit: Nutzer Ihrer Website müssen in der Datenschutzerklärung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Google Analytics aufgeklärt werden. Auf eine Widerspruchsmöglichkeit gegen die Erfassung durch Google Analytics muss hingeweisen werden. Hierbei sollte möglichst auf die entsprechende Seite von Google mit den Opt-Out-Plugins verlinkt werden. Ergänzend oder alternativ kann auf jeder Seite der Website ein Opt-Out gemäss meinem früheren Post eingebunden werden.
  • IP-Adress-Anonymisierung: Durch eine entsprechende Einstellungen im Google Analytics Tracking Code muss die IP-Adressen gekürzt und anonymisiert werden. Dies geschieht, indem auf jeder getrackten Seite im Standard-Tracking-Code von Google eine Zeile ergänzt wird, nämlich _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']); (unmittelbar vor Falls dem trackPageview-Aufruf). Technische Details dazu finden sich bei Google Code.

Wer bereits vor Einführung dieser Massnahmen Google Analytics genutzt hat, könnte diese Daten unrechtmässig erhoben haben. Deshalb müssten in dem Fall die Altdaten gelöscht – bzw. das Google Analytics Profil gelöscht und ein neues erstellt werden. Das ist nicht ganz so toll - aber zumindest gibt es nun einen Weg für einen zukünftig rechtskonformen Einsatz von Google Analytics in Deutschland.

19. August 11

Downloads und Links einfach mit Google Analytics tracken

Bei einer Standard-Implementierung von Google Analytics sieht man leider nicht, welche Downloads wie PDFs oder XLSs von der Website geladen wurden. Das ist schade, denn vielfach ist grad der Download von einer Produktbroschüre oder einem Whitepaper doch ein wichtiges Ziel und oft eine Micro-Conversion. Nun bietet Google Analytics hierfür schon eine Lösung, nämlich dass man jeden Link auf ein PDF (oder ein anderes Ziel) mit einem sogenannten virtuellen Seitenaufruf wie der folgende versehen kann.

<a href="/downloads/produktbroschuere.pdf" onclick="
   _gaq.push(['_trackPageview', '/downloads/produktbroschuere.pdf']);
   ">Produktbroschüre
</a>


Dies bedeutet aber, dass jeder Download bzw. jedes PDF manuell und mit einem technischen Eingriff im HTML-Code so getagged werden muss. Während das für einzelne Downloads noch akzeptabel ist, wirds für viele oder gar alle Downloads sehr mühsam.

Abhilfe schafft da folgende Erweiterung für Google Analytics, welche mittels eines generischen JavaScripts automatisch alle Klicks einer Website überwacht. Klickt ein Besucher auf einen Link zu einem spezifische Dokumentformat, wird dies automatisch in Google Analytics als Download getrackt. Als kleines Nebenprodukt lassen sich auch gleich noch Klicks auf externe Links - also Links die auf eine Drittwebsite führen - tracken. Das alles geschieht in dem man einmalig unten stehend aufgeführtes JavaScript im <head>-Bereich jeder Webseite unterbringt - ohne weitere Konfiguration. Im Ergebnis sind Auswertungen von Downloads dann zum Beispiel wie folgt ersichtlich:

GA_Downloads

Vor der Implementierung des Skripts sollte man gegebenenfalls noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten wahrnehmen, welche das Skript bietet. Folgendes kann dabei angepasst werden:

  • downloadExtension: Zählt jene Formate auf, welche als Download gezählt werden
  • trackDownloadsAsEvent: Standardmässig werden die Downloads als Seitenaufrufe gezählt und sind in den Auswertungen unter "Seiten" ersichtlich. Falls man die Downloads lieber als Ereignisse sehen möchte, setzt man den Wert auf true
  • downloadCat: Der Name der Ereignis-Kategorie, falls Downloads als Ereignisse getrackt werden

Die beiden letzten Punkte gelten analog für das Tracking der externen Links (trackExtlinksAsEvent und extLinksCat), wobei hier das Ereignistracking zu empfehlen ist.

<script>
var downloadExtension = new Array(
   'doc','docx','pdf','xls','ppt','zip','gz','bz2','rar','txt','vsd','vxd',
   'js','css','exe','wma','mov','avi','wmv','mp3','mp4');
var trackDownloadsAsEvent = false;
var trackExtlinksAsEvent = true;
var downloadCat = 'Downloads';
var extLinksCat = 'Externe Links';
var intDomain = window.location.hostname;
if(window.addEventListener){document.addEventListener('click', clickHandler,
   false);}
else {document.attachEvent('onclick', clickHandler);}
function clickHandler(e){
   if (window.event) e = window.event;
   var srcEl = e.srcElement? e.srcElement : e.target;
   var targetUrl = srcEl.getAttribute('href');
   if (targetUrl && targetUrl.length > 0) {
      var re = new RegExp('^(?:f|ht)tp(?:s)?\://([^/]+)', 'im');
      var tarDomain = (targetUrl.match(re)? targetUrl.match(re)[1].toString() :
         (targetUrl.indexOf(':') < 0 ? intDomain : null));
      if (tarDomain != null) {
         var a = document.createElement('a');
         a.href = targetUrl;
         var filePath = a.pathname;
         var fileName = filePath.split('/').pop();
         var fileExt = fileName.substring(fileName.indexOf('.')+1);
         if (intDomain == tarDomain) {
            for (i=0; i<downloadExtension.length; i++) {
               if (fileExt == downloadExtension[i]) {
                  if (trackDownloadsAsEvent) _gaq.push(['_trackEvent',
                     downloadCat, filePath]);
                  else _gaq.push(['_trackPageview', filePath]);
               }
            }
         }       
         else {
            if (trackExtlinksAsEvent) _gaq.push(['_trackEvent', extLinksCat,
               tarDomain]);
            else _gaq.push(['_trackPageview', '/' + extLinksCat + '/' +
               tarDomain]);
         }
      }
   }
}
</script>

11. Juni 11

Den "Website Performance Index" messen

In zwei vorausgegangenen Posts hatte ich bereits das Konzept des Website Performance Index in Analogie zu einem Börsenindex vorgestellt und dessen Berechnung und Herleitung der Metrik-Gewichtung beschrieben. Im dritten und letzten Teil geht es nun noch darum, wie sich ein solcher Index in einem Web Analytics System abbilden und fortwährend nutzen lässt.

Nutzung des Formel-Editors im Web Analytics Tool
Voraussetzung für die Hinterlegung einer relativ kompliziert berechneter Formel wie ein Performance Index ist ein Formel-Editor im Web Analytics System. Manche Systeme bieten solche Formeleditoren von Haus aus an, dann handelt es sich um eine relativ einfache Geschichte: Die bei der Berechnung definierten Ziele werden mit Ihrer Gewichtung im Formel-Editor hinterlegt - wie in unten stehender Abbildung im Beispiel von Webtrekk.

PerformanceIndex_1

Im Ergebnis lassen sich dann für den aktuellen Peformance Index zum Beispiel Graphen wie der folgende anzeigen, sobald diese noch mit Schwellwerten für die Zielerreichung (z.B. ab 50% im gelben Bereich, ab 75% im grünen Bereich) versehen werden.

PerformanceIndex_2

Für Google Analytics im Speziellen
Bei Google Analytics als das wohl meist eingesetzte Web Analytics Tool fehlt allerdings zur Zeit ein solcher Formel-Editor. Ein Performance Index lässt sich daher nicht in Google Analytics selbst abbilden, sondern muss in einem Drittsystem gehalten werden. Eine einfache Möglichkeit dazu ist Excel. Nutzt man ein Excel-Plugin wie Excellent Analytics lassen sich aktuelle Google Analytics Daten über das API auslesen und in Excel darstellen. Die Hinterlegung einer Formel ist dann nur noch einfache Excel-Handarbeit. Insbesondere wenn man Reports und Dashboard intern ohnehin per Excel aufbereitet und dann versendet, ist dies eine sehr handliche Möglichkeit. Auch schöne Gauge-Diagramme lassen sich mit etwas Excel-Tweaking gestalten wie unten stehendes Beispiel eines Excel-Reportings zeigt (andere Indizes):

PerformanceIndex_3

Wer den Website Performance Index lieber tagesaktuell und überall dabei haben möchte (was ja eigentlich auch die Idee eines solchen Indexes ist) und über ein iPhone verfügt, dem sei die kürzlich vorgestellte iPhone App "Dashboard pro for Google Analytics" nahe gelegt. Auch darin lassen sich die hinterlegten Google Analytics Ziele gewichten, danach wird der Performance Index automatisch und tagesaktuell berechnet.

IPhone_view_pro

19. Mai 11

Das Google Analytics-Dashboard fürs iPhone

Wenn man sich häufiger mit Web Anayltics auseinandersetzt, hat man schnell einmal seine zehn Hauptkennzahlen beisammen, welche man wöchentlich, täglich oder gar noch öfter und immer wieder überprüfen möchte.  Im Idealfall kann man sich diese nun auf dem Dashboard des Analytics-Systems abbilden - doch auch das ist nicht immer so praktisch. Warum deshalb nicht sein individuelles Dashboard immer aktuell auf dem iPhone mit dabei haben?

IPhone_view_pro Genau dies will die eben releaste iPhone-App "Dashboard for Google Analytics". Nach Download der App aufs iPhone lassen sich einfach mittels Eingabe des Google Analytics Login die aktuellen Website-Daten anzapfen und eine handvoll der wichtigsten KPIs auf einem einzelnen Dashboard anzeigen. Darüber hinaus - und jetzt kommt das was nicht einmal Google Analytics kann - lassen sich pro KPI Zielwerte angeben. Auf einen Blick lässt sich so erkennen, ob man hinsichtlich seiner selbst gesteckten Ziele im grünen oder roten Bereich ist. Will man z.B. pro Woche 10'000 Besucher auf der Website haben - und hat am Dienstag bereits 4'000, dann befindet diese Kennzahl eindeutig im grünen Bereich. So behält man im Dashboard immer die Übersicht, wie es um den Erfolg der Website gerade steht.

Es findet sich mittlerweile die eine oder andere gute iPhone App für Google Analytics im App Store, mit welcher sich beinahe sämtliche Auswertungen aus Google Analytics herausziehen lassen. Sämtliche Daten auslesen kann und will das "Dashboard for Google Analytics" nicht. Stattdessen liegt der Fokus auf den wirklich geschäftsrelevanten Kennzahlen, auf die es sich lohnt, häufiger hinzuschauen - und erweitert zudem Google Analytics um einige nützliche Funktionen wie eben zum Beispiel die Zielwert-Definition. In der kostenlosen Version der App sind u.a. die "grossen" Metriken wie Besucher, Besuche und Page Views verfügbar. In der "Pro"-Version kommen dann zusätzlich sämtliche in Google Analytics konfigurierten Ziele und Zielbeträge dazu. Damit lässt sich das Dashboard so individuell zusammenstellen wie es die Ziele in Google Analytics zulassen: Anzahl Bestellungen, Kontaktaufnahmen, gelöste Supportfälle, Job-Bewerbungen, Newsletter-Anmeldungen oder was man auch immer als KPI definiert hat findet sich so auf dem Dashboard

Weitere Erklärungen zur App sowie der Download-Link finden sich hier zusammengestellt. Ich freu mich auf euer Feedback, Erfahrungberichte und Anregungen!

06. Mai 10

Einführung und Tipps & Tricks für Google Analytics

Viele der in diesem Blog vorgestellten Einträge behandeln Google Analytics Spezialfälle für Fortgeschrittene Anwender, so zum Beispiel das Tracking von Ausstiegsfeldern in Formularen, Opt-out von Google Analytics, die Messung von gelesenen Seiten oder die Bedienbarkeit der Navigation. Die ersten Schritte in Google Analytics sowie einige nützliche Tipps & Tricks für die Verwendung im täglichen Gebrauch wurden bislang etwas vernachlässigt.

Diese Lücke sei nun geschlossen mit folgender Präsentation über die ersten, zweiten und dritten Schritte in Google Analytics, welche ich heute an der Swiss IT Academy halten durfte.

Hier die Präsentation Google Analytics für Einsteiger (pdf, 2.6 MB) auch zum herunterladen.

Zusammenfassend sind folgende Punkte darin abgehandelt:

  • Die 5 Schritte zur Anmeldung zu Google Analytics
  • Überblick über die Reports
  • Wichtige Bedienungselemente für Charts und Tabellen
  • Google Analytics mit AdWords verknüpfen
  • Website-Suche tracken
  • Ziele und Trichter einrichten
  • Segmente nutzen
  • Eigener Traffic ausschliessen
  • Kampagnen und Newsletter tracken
  • Downloads und Links tracken
  • ... und noch ein paar Power-User Handgriffe die einem zum Google-Analytics Guru machen

Wer übrigens sich übrigens für die Performance-Optimierung einer Website im Allgemeinen und die Erstellung von zielorientierten Dashboards interessiert, sei auf folgende weitere Präsentationen über Performance-Steigerungen und Dashboards von Martina Klose an der IT-Academy verwiesen

21. März 10

Formularabbrüche und Ausstiegsfelder messen - auch mit Google Analytics

Schöne Features und überragende Grafiken zeigen Web Analytics Tool-Hersteller immer gerne wieder, um potenzielle Käufer von ihrem Produkt zu überzeugen. Normalerweise bin ich gegenüber solchen „Beauty-Contest“-Features eher skeptisch, da sie im täglichen Gebrauch später kaum mehr eingesetzt werden. Ein allerdings tatsächlich sehr nützliches dieser Schönheits-Features ist die Messung der exakten Ausstiegspunkte innerhalb einem Formular. Wenn ein potenzieller Kunde das Bestellformular beim Feld zur Eingabe der E-Mailadresse abbricht, dann ist das nicht nur aus businesssicht kritisch, sondern bringt auch an den Tag, wo gewichtige Usability-Hürden liegen. Ein solches Feature zur Darstellung der Ausstiegsfelder (Form Abandonment) hatte die Firma WebSideStory (später von VisualSciences, dann Omniture, dann Adobe aufgekauft) bereits zur Jahrtausendwende eingeführt – mit einer visuell sehr nützlichen Darstellung im Website-Overlay direkt über dem Formular

Abandonment_0
Unerklärlicher- und bedauerlicherweise ist dieses Feature etwas aus der Mode gekommen – nur wenige Produkthersteller bieten heute etwas Vergleichbares out-of-the-ox an. Auch wer auf Google Analytics setzt, musste auf eine solch hilfreiche Funktion in der Verbesserung des Online-Angebots bislang verzichten. Diese Lücke möchte ich mit diesem Post füllen und einen Weg aufzeigen, wie man die Messung von Ausstiegspunkten in einem Formular auch mit Google Analytics einfach messen kann.

Formularfeld-Abbruchmessung (Form Abandonment) mit Google Anlaytics

Die Basis für die Messung von Form Abandonments stellen die Event-Messung dar, wie sie an dieser Stelle bereits einige Male beschrieben wurde. Beginnt ein Besucher mit dem Ausfüllen eines Formulars und navigiert nachher zu einer anderen Seite, ohne dass er das Formular abgesendet hat, wird ein Event ausgelöst. Dieser Event prüft, auf welchem Feld der Cursor des Besuchers stand, bevor er das Ausfüllen abgebrochen hat. Füllt also ein potenzieller Käufer mehrere Felder eines Bestellformulars aus, hört dann aber beim Feld „Geburtsdatum“ plötzlich auf (z.B. weil er sein Alter nicht angeben mag), dann wird diese Cursorposition beim Verlassen der Seite an Google Analytics gesendet.

Damit dies so funktioniert, ist eine kleine Erweiterung von Google Anlaytics notwendig. Und zwar muss auf jeder Formularseite (auch auf jeder Seite möglich) neben Google Anlaytics folgender JavaScript-Code eingebaut werden:

Im <head>-Bereich der Seite:
<script>
window.focussedFormElement = null;
window.focussedForm = null;

function checkFormAbandonment()
{
    if (window.focussedFormElement) // Formular begonnen
    {
        if (window.focussedFormElement.type!="submit" && window.focussedFormElement.type!="button") //abgebrochen
        { pageTracker._trackEvent('Formularfelder', window.focussedForm.name, window.focussedFormElement.name);
          pageTracker._trackEvent('Formularversand', window.focussedForm.name, 'abgebrochen', 0);}
        else // abgesendet
        {pageTracker._trackEvent('Formularversand', window.focussedForm.name, 'gesendet', 1);}}
}
window.onload = function() {
    var n = function() {window.focussedFormElement = this.form.focussedElement = this; window.focussedForm = this.form.focussedForm = this.form;},
    p = function() {window.focussedFormElement = this.form.focussedElement = null; window.focussedForm = this.form.focussedForm = null;};
    for(var i = 0, f = document.forms; i < f.length; ++i)
    {f[i].focussedElement = null;
     for(var j = 0, e = f[i].elements; j < e.length; ++j)
     {e[j].onfocus = n;
      e[j].onblur = p;}}};
</script>

Der <body>-Tag muss wie folgt um einen auslösenden Event ergänzt werden:

<body onunload="checkFormAbandonment()">

Diese paar Zeilen Code reiche, damit automatisch der Name des Formulars sowie der Name des Ausstiegfeldes an Google Analytics gesendet werden. Die Auswertung en ermöglichen anschliessend folgende Darstellungen (zu Finden unter Content -> Ereignis Tracking):

Abandonment_1

Abandonment_1-2
In ersten Beispiel wurde zum Beispiel sieben Mal beim Feld „Geburtsdatum“ abgebrochen, je einmal bei „Ort“ und „Postleitzahl“. Verschiedene Formulare (z.B. Bewerbungsformular, Kontaktformular etc.) werden automatisch separat ausgewiesen wie untenstehende Abbildung zeigt:

Abandonment_2 Ein schöner Nebeneffekt, den man sich gleich noch zu Nutze machen kann, ist die Messung der Absenderate sämtlicher (oder bestimmter) Formulare auf der Website. Die folgende Darstellung zeigt nämlich das Verhältnis von angefangenen zu abgesendeten Formularen. Die Newsletter-Anmeldung wurde demnach in 77% der Fälle abgesendet, das Bewerbungsformular sendeten dagegen lediglich 56% der Besucher ab, welche mit dem Ausfüllen begonnen hatten.

Abandonment_3
Diese Kennzahlen sind wahrlich Juwelen, wenn man sich an die Usability-Verbesserung von wichtigen Website-Prozessen macht. Schade, dass sie Google Analytics nicht im Standard integriert – aber immerhin sei hiermit nun ein Workaround gefunden. Mehr solcher Tipps&Tricks zu Google Analytics finden sich übrigens in der kürzlich erschienenen Neuauflage meines Buchs „Web Analytics – Metriken auswerten, Besucherverhalten verstehen, Website optimieren“. Ein neues Kapitel mit über 100 Seiten beschreibt darin die Einführung und Nutzung von Google Analytics und zeigt einige selbst herausgefundene und undokumentierte Tricks für Power User. 


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Über den Autor

  • Marco Hassler ist Business Unit Manager und Partner beim IT- und Web-Dienstleister Namics.

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